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Von Anfang an dabei!

Interessenvertretung mit Fundament

Wo wir ansetzen konnten

Unsere Arbeit ist getragen von Partizipation, Transparenz und Empowerment. Genau auf dieser Grundlage sind wir gestartet – auf dem Weg zur Interessenvertretung.
Wir greifen auf bestehende Angebote und Erfahrungen zurück, die bereits vor Projektbeginn vorhanden waren. Gleichzeitig haben gesetzliche Impulse in der Leistungsvereinbarung nach § 60 SGB IX („anderer Leistungsanbieter“) dazu beigetragen, Beteiligung strukturell weiterzuentwickeln.

Wir sprechen im Folgenden durchgängig von ‚Interessenvertretung‘. Der Gesetzgeber sieht zusätzlich die Einrichtung einer Frauenbeauftragten vor. Zum Zeitpunkt der Erstellung hat sich bei uns keine Kandidatin zur Wahl gestellt. Wir arbeiten an diesem Thema weiter und werden im weiteren Verlauf berichten – mit dem Ziel, dafür zu sensibilisieren.

Unser Leitbild als Fundament

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch unabhängig von Art und Schwere der Behinderung das Recht und die Fähigkeit hat, zu arbeiten. Für unsere tägliche Arbeit im Bereich beruflicher Integration gelten drei Leitlinien als grundlegend:

  • Partizipation: Entscheidungen werden gemeinsam geplant und begleitet.
  • Transparenz: Wir handeln offen, nachvollziehbar und verständlich.
  • Empowerment: Wir stärken Selbstbestimmung, fördern Eigenverantwortung und bauen auf vorhandenen Stärken auf. 

Diese Haltung war bereits vor Projektbeginn Fundament unserer Arbeit. Sie hat uns auch bei der Entwicklung der Interessenvertretung geleitet.

Vorhandene Angebote – gelebte Beteiligung

Schon vor der formalen Einführung einer Interessenvertretung gab es vielfältige Angebote zur Beteiligung und Stärkung: 

  • Peersupport bei Einstiegstagen, in Workshops, Einzelberatungen, Schnackassistenz & Stammtischen
  • Bildungsangebote zur Persönlichkeitsstärkung (z. B. Zukunftsplanung, KuKuK-Seminare)
  • Offene Gruppen, initiiert und getragen durch Peerarbeit
  • Erfahrungsaustausch mit Expert*innen, z. B. zum Budget für Ausbildung
  • Teilnehmer*innenbefragungen während und nach Maßnahmen
  • Informationsangebote zu aktuellen Themen wie der Bundestagswahl
  • Rückkopplung mit Teilnehmenden zur Weiterentwicklung bestehender Angebote

Diese Formate sind über Jahre gewachsen – aus Rückmeldungen und echten Bedarfen. Sie zeigen: Mitwirkung ist möglich, wenn Strukturen gemeinsam wachsen dürfen.

Was Interessenvertretung für uns bedeutet

Die Interessenvertretung ist für uns kein Zusatz, sondern ein dauerhafter Bestandteil im Alltag unserer beruflichen Qualifizierung. Sie soll:

  • Raum für Verantwortung schaffen für sich und andere
  • Mitgestaltung ermöglichen, z. B. durch regelmäßige Versammlungen, Feedbackrunden, Rückmeldemöglichkeiten
  • Raum für Erfahrung und Qualifizierung eröffnen, auch mit Blick auf das Arbeitsleben
  • Ein Forum für Austausch und Weiterentwicklung sein 

Sie ist ein wachsender Raum, getragen von unseren Werten – offen für Veränderung und Weiterentwicklung.

Fragen, die uns begleitet haben

  • Was war bei uns bereits da, was Beteiligung und Mitbestimmung gefördert hat?
  • Wie gehen wir mit der Herausforderung um, dass wir ein ambulantes Angebot haben?
  • Was braucht es, damit Mitwirkung und Mitbestimmung stabil bleiben – auch wenn Mitglieder der Interessenvertretung in den Arbeitsmarkt wechseln und die Gruppe kleiner wird?
  • Wie kann eine Gruppe entstehen, die sich verändert – und dennoch Kontinuität ermöglicht?
  • Welche Rolle spielt Haltung in der konkreten Umsetzung? 

Wir möchten zeigen, welche Antworten wir auf diese Fragen in unserer Praxis gefunden haben – und wie unsere Erfahrungen zur Weiterentwicklung beigetragen haben.

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